Educating Cities

Bildung  · 

Educating Cities

Nach Mariona Bosch

Im November diesen Jahres fand in Barcelona der 13. Internationale Kongress der Educating Cities (IAEC) statt. Der Kerngedanke der Veranstaltung bestand darin, die Mitverantwortung der Stadt bei der Bildung von Menschen zum Ausdruck zu bringen, vor allem bei Kindern und Heranwachsenden, im Rahmen einer breit angelegten Perspektive, die weit über den Horizont der Schule hinausgeht.

Hier von Boolino aus legen wir den Schwerpunkt auf die Förderung der Lektüre innerhalb der Familie, da wir der Ansicht sind, dass die Verbesserung der Lesekompetenz sich direkt auf die schulische und allgemeine Entwicklung der Kinder auswirkt.

Deshalb möchten wir die Gelegenheit nutzen, diesen breit angelegten Blickwinkel des Kongresses in Bezug auf Bildung zu erörtern und unsere Überlegungen zur Lektüre bekanntzumachen. Für uns handelt es sich um eine Gewohnheit, die in der Familie anhand von Verhalten, das Liebe zu Büchern vermittelt, gefördert werden kann, wobei Eltern und Kinder zusammenwirken, um ein berechtigtes Interesse an Lektüre hervorzurufen und sie vom Begriff der Pflicht oder Hausaufgaben zu lösen.

Wie in der Erklärung der Educating Cities erwähnt, bildet eine Stadt in dem Maße, wie sie Verständnis dafür zeigt, dass Lernprozesse in allen Lebensbereichen des Kindes stattfinden. Die Kongressleiterin, Antònia Hernàndez, merkte kürzlich an, dass „es darum geht aufzuzeigen, dass Bildung nicht nur in der Schule vermittelt wird, sondern dass alle Bürgerinnen und Bürger auf die eine oder andere Weise ihren Beitrag an einem großen Bildungssystem leisten, indem wir zusammenleben und gegenseitig in Beziehung treten, Raum und Gespräche miteinander teilen.”

Somit sollte eine Stadt, die Interesse an der Bildung ihrer Bürger hat, die Lektüre als einen der zu verstärkenden Schlüsselaspekte berücksichtigen. Der Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien kann diese Entwicklung noch erheblich begünstigen.

Unser Hauptanliegen bei Boolino ist die Verbesserung der Lesekompetenz wegen der damit einhergehenden positiven Auswirkungen. Sie ermöglicht die Schärfung von kritischem Verstand und Urteilsvermögen zu einem Zeitpunkt, zu dem sich Information vervielfältigt und Filter zur kritischen Auswahl fehlen.

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Aus diesem Grund möchte Boolino sich als Raum für Empfehlung und Dialog positionieren, der die Menschen bei der Investition in die Bildung ihrer Kinder unterstützt. Dieser Wille und Zweck liegen im positiven Einfluss der Lektüre in der Schule und im Leben der Kinder begründet. Mittels einer Suchmaschine mit umfassender Datentechnologie wird nicht nur die Eigeninitiative der Eltern bei der aktiven Suche nach Lesestoff und Spielen für ihre Kinder gefördert; sie ermöglicht gleichzeitig die Empfehlung von Büchern, die den Eltern als Nutzern die Möglichkeit eines individuellen Filters auf der Grundlage ihrer Suchanfragen und Navigation zur Verfügung stellt.

Darüber hinaus möchten wir eine effektive Verlängerung des Anstoßes zur Bildungsförderung darstellen, damit sich eine positive Verschmelzung einschließlich Feedback zwischen formeller Bildung und Familienleben ergibt. Wir sind bestrebt, Kinder anhand von Lektüre und den daraus sich ergebenden Aktivitäten zu bilden und bei den Eltern das Bewusstsein für die Bedeutung der ihnen zukommenden Rolle zu fördern sowie ihnen bei ihrer Aufgabe als Hauptvermittler der Liebe zu Büchern an ihre Kinder behilflich zu sein.

Emilio Lledó, der Preisträger des Spanischen Staatspreises für Literatur 2014 äußerte kürzlich, dass „Bildung über Freiheit stattfindet und Freiheit über Dialog vermittelt wird, durch die Öffnung zum Dialog mit anderen und vor allem anhand von Büchern. Die Lektüre ist das klassische Beispiel der Gedankenfreiheit, der Intelligenz. Lesen bedeutet Freiheit und ermöglicht uns, aus uns selbst und unserem winzigen Umfeld herauszugehen, und uns einem neuen Universum zu öffnen.”

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Schlüsselwörter des Beitrags: menschlichen Beziehungen, Gesellschaft, Schule

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