Beginn der kindlichen Ängste: Angst vor der Dunkelheit

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Beginn der kindlichen Ängste: Angst vor der Dunkelheit

Alle Kinder haben Angst vor bestimmten Dingen. Einige vor der Dunkelheit, vor bestimmten Tieren, andere Angst, sich von der Familie zu trennen oder sich unter fremden Menschen zu befinden. Die meisten Ängste gehen vorüber und treten abhängig vom Alter und den verschiedenen Entwicklungsstadien des Kindes auf.

Angst ist die normale Reaktion, die ein Kind vor Situationen, Dingen, Personen oder Gedanken spürt, die es als Gefahr oder Bedrohung wahrnimmt. Sie erleichtert die Anpassungsfähigkeit an das Leben und das Überleben.

  • In den ersten Lebensmonaten äußert das Kind Angst, wenn es Hunger oder Schmerzen hat, ihm kalt ist oder bei lauten Geräuschen.
  • Ab dem 8. Monat kann das Kind bekannte Personen von unbekannten unterscheiden. Es beginnt, Angst vor Unbekannten und vor der Trennung seiner Bezugspersonen zu äußern.
  • Wenn die Kinder zu Sprechen anfangen, führt die kognitive Entwicklung dazu, dass die Ängste komplexer werden. Aus grundlegender oder körperlicher Angst wird eine soziale Angst.

Diese Ängste helfen ihnen, sich auf schwierige, bedrohliche Situationen einzustellen, die ihnen im Laufe des Wachsens begegnen werden.

Die Hauptängste der Kinder ergeben sich bei der Trennung von ihren Eltern und Geschwistern, die Angst vor Unbekannten, vor körperlichem Schmerz, vor der Dunkelheit sowie soziale Ängste im schulischen Umfeld.

Angst vor der Dunkelheit

Diese Art Angst wird zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr aktiviert. Es handelt sich um eine Angst, die mit verschiedenen Dingen assoziiert werden, wie fiktive Wesen (Monster) oder die Angst, allein im Zimmer zu sein. Die Angst vor der Dunkelheit gilt als eine Entwicklungsangst. Sie ist normal in der Entwicklung des Kindes und dient als Anpassungsmechanismus. Dies bedeutet nicht, dass das Kind keine Unterstützung benötigt. Dem Kind muss geholfen werden, die Angst so zu überwinden, dass es sich ausruhen und normal schlafen kann, ohne dass eine Angst sich zu Schlafstörungen entwickelt.

Albträume und nächtliche Schrecken treten meistens in Verbindung mit Angst vor der Dunkelheit auf. Es sind aber verschiedene Arten von Angst. Sie sind Ausdruck von Ängsten, die mit der Selbstsicherheit und dem Überleben zusammenhängen.

Ideen zur Überwindung der Angst vor Dunkelheit

  • Spiele, die ohne das Sehen auskommen, beispielsweise beim Blindekuh spielen die Augen verbinden, oder einen Topf mit Süßigkeiten mit verbundenen Augen treffen. So lernen sie, sich zu beruhigen und Spaß zu haben, ohne zu sehen.
  • Mit Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen beginnen, ein Märchen vorlesen, in dem die Hauptfigur diese Angst überwindet. Zum Beispiel Ich war einmal abends ... Hier hört ein kleiner Bär Schritte, während der im Bett liegt, und wird neugierig. Er erkennt sofort, dass es sich um einen Freund handelt, der ihn besuchen kommt, und er freut sich. Das Kind wird diese Schritte hören, während es im Bett liegt, mit einem Gefühl der Sicherheit statt mit der Angst verbinden.
  • Schlafen mit einem Kuscheltier oder Spielzeug, das ihm vertraut ist, besonders wenn es sich um sehr kleine Kinder handelt.
  • Zeigen, dass die Stellen, wo angeblich der Schrecken droht, sichere Orte sind (Schrank, Ecken, unter dem Bett etc.). Dies kann auch über Umwege geschehen, um die Suche weniger dramatisch zu gestalten, beispielsweise bei der Suche nach einem verborgenen Schatz.
  • Unmittelbar dem Schlafengehen müssen plötzliches Erschrecken, Filme oder zu spannende Geschichten vermieden werden.

Die meisten kindlichen Ängste sind normal. Sie treten ohne einen eindeutigen externen Auslöser auf und entsprechen der kognitiven Entwicklung des Kindes. Sie verschwinden mit der weiteren Entwicklung.

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