4 Ideen zur Beibehaltung der Lesegewohnheiten in der Jugend

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4 Ideen zur Beibehaltung der Lesegewohnheiten in der Jugend

Nach Mariona Bosch

Wenn die Gewohnheit zu Hause erworben wird, weshalb sollte sie nicht von dort aus auch beibehalten werden?

Vor kurzem wurde einer US-amerikanischen Lehrerin der Global Teacher Prize verliehen, der es gelang, dass ihre Schüler im Alter zwischen 12 und 14 Jahren im Durchschnitt 40 Bücher pro Jahr lesen.

Genau in diesem Alter wird das Lesen meist zugunsten anderer Freizeitbeschäftigungen, unter denen das Videospiel vorherrscht, aufgegeben.

Laut der Preisträgerin Nancie Atwell liegt der Schlüssel darin, sie das Thema frei auswählen zu lassen. Sie lehnt jegliche Auferlegung des literarischen Genres und nach Altersgruppen zugeordnete Lesevorschläge ab. Für sie ist es von wesentlicher Bedeutung, dass das Kind bzw. der Jugendliche das Buch selbst auswählen kann. Die Wahl steht in direktem Zusammenhang mit dem Spaß an der Lektüre sodass Lesen mit Begriffen wie Freude und Genuss verknüpft und somit von Pflicht und Ernsthaftigkeit befreit wird. Damit eine empathische Beziehung zwischen Leser und Buch entsteht, sollte das Konzept der Pflichtlektüren ab dem 12. Lebensjahr grundlegend neu überdacht werden.

Es ist kein Zufall, dass in diesem Alter auch die Fälle von schulischem Misserfolg und Abbruch zunehmen. Manche Schulen richten hierbei den Fokus auf innovative Bildungsstrategien, um die Schüler in den Lernprozess mit einzubinden.

Lassen Sie uns vier Ideen näher beleuchten, die sich positiv auswirken können, damit Lesepraxis und Literaturkompetenz nicht verloren gehen:

  • Überlassen Sie ihnen die Wahl des Buchformats. Ein ganz klares Beispiel ist die Vorliebe für Comics. Dieses Format, das Text und Zeichnung vermischt, mag weniger ernsthaft erscheinen, weniger konstruktiv und weniger erzieherisch, aber sie begeistern sich nun einmal dafür. Bildung des Lesegeschmacks bedeutet auch, dass sie lernen, zwischen qualitativer und weniger qualitativer Lektüre zu unterscheiden. Innerhalb des Comic-Genres und der Graphic Novel gibt es hervorragende Werke.

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  • Sie sollten Genre und Thema auswählen dürfen. Ein Thema, das ab dem 12. Lebensjahr vorherrschen mag, sind Science-Fiction-Bücher. Inhalte zu finden, zu denen sie eine Beziehung herstellen können, ist in diesem Alter unerlässlich und der Science-Fiction gelingt dies. Als Erwachsene sollten wir vor Denkschablonen keine Angst haben. Anhand dieser Themen behalten die Jugendlichen die Lesegewohnheit bei. Jeder Einzelne sollte nach eigenem Rhythmus vorgehen können und selbst entscheiden, wann der Schritt zu anderen Arten von Büchern vollzogen wird. Denn, wie wir bereits im Bezug auf Comics erwähnt haben, gibt es unter den Science-Fiction-Büchern Werke, die in Bezug auf Qualität der höchst realistischen Literatur in nichts nachstehen. Darüber hinaus fördern und kultivieren sie das Vorstellungsvermögen stärker als jedes andere Genre.

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  • Das Lesen in Bezug zu anderen Aktivitäten bringen: Literarische Routen, Kinoverfilmungen oder Theaterfassungen, Videospielversionen von Büchern oder Sagen, usw. All diese Wechselbeziehungen ermöglichen es, den Buchinhalt mit dem sozialen Umfeld zu teilen und mit anderen Freizeitbeschäftigungen zu verbinden, was wiederum der Verknüpfung des Lesens mit dem Spaß-Prinzip zugute kommt.

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  • Das Lesen während der Jugendzeit ist ein wirksames Tool im Kampf gegen Stress in einer Zeit lebenswichtiger Veränderungen und stellt zudem ein Mittel gegen Langeweile dar. Die Tatsache, zu Hause über einen ruhigen Platz zu verfügen, an dem der Teenager wie früher als Kind seiner Lektüre nachgehen kann, trägt zu seiner Entwicklung bei.

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Wie Nancie Atwell für Scholastic (ENG) anmerkte, sollte man die Jugendlichen ihre Bücher selbst auswählen lassen, damit sie weiter lesen und das Lesen lieben.

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